Die Zukunft des Immobilienmarktes in Deutschland

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Immobilienvermarktung im Jahr 2020 – eine Vision

In diesem Beitrag über die Zukunft des Immobilienmarktes in Deutschland soll es heute einmal nicht um Fakten gehen, sondern um die Vision, wie sich die Immobilienbranche zukünftig entwickeln könnte. Den Anstoß zu diesem interessanten und sehr aktuellen Thema, gab mein Kollege Horst Wettig von „Immobilien schneller verkaufen“, der Anfang des Jahres 2015 eine Blogparade zu eben diesem Thema initiierte. In der Hoffnung, dass sich außer uns beiden, möglichst noch viele andere Branchenkenner äußern und wir uns später alle als „Keimzelle der Innovation“ in den zukünftigen Geschichtsbüchern wieder finden werden, hier nun meine Vision.

Wohn geht die Reise?Wohin geht die Reise? In diesen Zeiten sicher keine einfache Frage. Wir erleben zunehmend eine ungesunde Überregulierung der Märkte durch Politik und Staat. Denken wir nur an die ENEV mit Ihren zahlreichen Maßregelungen, deren Sinnhaftigkeit genauso in Frage gestellt werden darf, wie ein Energieausweis den sich quasi jeder selbst erstellen kann, das neue Widerrufsrecht für Immobilienmakler oder eben das, noch immer umstrittene, unfertige Mietrechtsnovellierungsgesetz in Verbindung mit Mietpreisbremse und Bestellerprinzip. Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen, aber das ist heute nicht unser Thema. Andererseits werden allerdings einige dieser Maßnahmen ganz erheblichen Einfluss auf die Entwicklung unseres Immobilienmarktes haben.

Also, wir schreiben das Jahr 2020, die Zahl der zum Verkauf stehenden Immobilien am Markt hat sich in den letzten Jahren vervielfacht, bezahlbare Mietobjekte sind dagegen nur noch auf dem Land zu finden. Obwohl es viel zu wenig Mietwohnungen gibt, lassen immer mehr Vermieter ihre Wohnungen leer stehen, sie haben schlechte Erfahrungen mit Mietnomaden gemacht, deren Anzahl sich in den letzten Jahren vervielfacht hat. Schuld ist ein staatlich verordneter, völlig überzogener „Mieterschutz“ in Kombination mit einer derart schlechten Bezahlung bestimmter Berufsgruppen, die sich inzwischen die Miete einfach nicht mehr leisten können. Andere Vermieter begründen den Leerstand ihrer Objekte damit, dass die Vermietung durch die Mietpreisbremse schlicht unrentabel geworden sei und bevorzugen gewisse Steuersparmodelle.

Der Markt ist unübersichtlich und äußerst komplex geworden. Unter einhundert Mietinteressenten die zehn Prozent heraus zu filtern, die wirklich geeignet sind, ist ohne professionelle Hilfe fast unmöglich geworden. Aber einen professionellen Immobilienmakler können die Vermieter selten engagieren, zum einen hat sich die Zahl der Makler durch die in Kraft getretenen Anforderungen, wie Bestellerprinzip und Fachkundenachweis ohnehin halbiert und auf der anderen Seite, haben die verbliebenen Makler alle Hände voll zu tun mit den üppigen Objektbeständen im Verkaufsbereich.
Trotz der inzwischen wieder gestiegenen Zinsen und der vielerorts viel zu hohen Grunderwerbssteuer gehen Vermittlung und Abverkauf gut. Die deutlich gestiegene Zahl an Privatinsolvenzen und die damit im Zusammenhang stehenden Zwangsversteigerungen spülen ständig neue Objekte auf den Markt. Im Investmentbereich kommt mittlerweile jeder zweite Immobilienkäufer aus dem Ausland, deren Fokus liegt auf deutscher Bauqualität und Sicherheit bei den Renditen- Deutschland im Ausverkauf. In Ballungszentren hat die, von einem ehemaligen Minister der SPD durchgeboxte, Mietpreisbremse somit für vollendetes Chaos gesorgt. Der Neubau ist vollständig stagniert, die Arbeitslosigkeit hat neue Rekordzahlen erreicht.

Zu düster? Dann halten wir es lieber mit Einstein, der schon vor vielen Jahrzehnten wusste: „Imagination ist alles. Es ist die Vorschau auf die kommenden Ereignisse des Lebens.“ Jetzt also zu den positiven Dingen des Wandels, auch wenn dieser Abschnitt deutlich kürzer ausfällt.

Die verbliebenen Immobilienmakler sind inzwischen hervorragend über die unterschiedlichsten Medien vernetzt und glänzen durch Innovationen. Die für alle Profis verfügbaren Multilistingsysteme erlauben Zugriff auf hunderte Objekte und somit eine zügige Vermittlung. Der eigene Objektbestand spielt eine untergeordnete Rolle, was zählt am Markt ist Kompetenz, Engagement und natürlich Sympathie.  Sie präsentieren sich und ihre Objekte auf interaktiven Internetauftritten mit zahlreichen Kundenbewertungen, so wie auf gemeinschaftlich betriebenen Internetportalen. Spezielle Immobiliensuchmaschinen in Kombination mit deren Apps, verbinden Suchkunden in Sekundenschnelle mit ihrem Wunschobjekt.
In den beliebten Großstädten haben sich sogenannte Immobiliencafés etabliert, in denen die ortsansässigen Makler einmal monatlich ihre Objekte im zwanglosen Rahmen und bei Kaffee oder Bier anbieten. Gemeinschaftsgeschäfte sind an der Tagesordnung, die Banken haben ihre Vormachtstellung am Markt verloren. Ihre Kernkompetenz liegt in anderen Bereichen, das mangelnde Engagement und die überzogenen Provisionen haben sich inzwischen herum gesprochen.

Soweit einmal meine Vorstellungen über die Zukunft des Immobilienmarktes in Deutschland. An dieser Stelle möchte ich Ihnen zwei weitere, sehr lesenswerte Artikel zu diesem Thema empfehlen. Geschrieben von meinem Kollegen Peter Eppich in seinem Blog von  „Sonnenland Immobilien“ und Herr Oliver Zielinski auf dem Primephoto.de- Blog. Schauen Sie rein – Sie werden überrascht sein!

Mein Name ist Uwe R. Schmidt und als IHK-zertifizierter Immobilienmakler von „Eckental Immobilien“ schreibe ich in diesem Newsletter über Themen – rund um die Immobilie – die mir bei meiner täglichen Arbeit mit Eigentümern, Vermietern und Mietern begegnen. Für die Aktualität und Korrektheit aller Äußerungen und Beiträge wird keine Haftung übernommen. Wenden Sie sich für eine Rechtsberatung bitte an einen Rechtsanwalt oder Steuerberater. Ich freue mich jedoch über Kommentare aller Art.

 

2 thoughts on “Die Zukunft des Immobilienmarktes in Deutschland

    […] Danke Herr Schmid für die ehrliche Dokumentation der aktuellen gesetzgeberischen Hürden und Einschnitte, welche auch die besten Immobilienmakler aktuell täglich „die gute Laune“ und Dienstleistungsbereitschaft trüben. Klicken Sie jetzt: http://www.eckental-immobilien.de/zukunft-des-immobilienmarktes/ […]

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